Kurz beantwortet
In Düsseldorf teilen sich Auto und Rheinbahn auf vielen Straßen die Fahrbahn. Drei Dinge sind wichtig: Schienen nie im Halten blockieren, an Haltestellen ohne Insel hinter einer haltenden Bahn warten oder in Schrittgeschwindigkeit vorbei, und bei Nässe auf den Schienen weder bremsen noch lenken. Welche Sonderspuren gelten, sagt die Beschilderung.
Wer aus einer Stadt ohne Straßenbahn nach Düsseldorf zieht, hat hier die größte Umgewöhnung — nicht wegen der Bahn selbst, sondern weil sie nicht auf einem eigenen Gleisbett fährt, sondern mitten auf der Fahrbahn, auf der du auch fährst.
Die Regeln, die du sicher können musst
- Eine Straßenbahn wird grundsätzlich rechts überholt. Links nur, wenn rechts kein Platz ist
- An Haltestellen ohne Insel: hinter der haltenden Bahn warten, oder in Schrittgeschwindigkeit und mit Abstand vorbei — Ein- und Aussteigende haben Vorrang
- Nie so halten, dass ein Teil des Fahrzeugs im Gleisbereich steht, auch nicht kurz
- Beim Abbiegen über Schienen: erst schauen, ob eine Bahn kommt, dann räumen — eine Bahn kann nicht ausweichen
- Bei Nässe, Laub oder Frost sind Schienen glatt. Nicht darauf bremsen und nicht darauf lenken
Die letzte Regel ist die, die in der Ausbildung am meisten Zeit bekommt. Stahl im Asphalt hat bei Nässe deutlich weniger Grip als der Belag daneben, und wer genau dort das Lenkrad einschlägt oder in die Eisen geht, bekommt eine Rückmeldung, die er nicht bestellt hat.
Eine haltende Bahn an einer Haltestelle ohne Insel. Sie steht ruhig da und sieht harmlos aus — und genau deshalb fahren viele im normalen Tempo daran vorbei, während links und rechts Leute zwischen den Autos hervortreten. Das ist bei uns die Situation, bei der im Anfängerunterricht am häufigsten ein Wort fällt, bevor etwas passiert.
Sonderspuren: lesen, nicht auswendig lernen
Düsseldorf hat in den letzten Jahren mehrfach an seinen Sonderspuren geändert — Busspuren, Radfahrstreifen, zeitweise auch Spuren mit erweiterter Freigabe. Verlass dich nicht darauf, was letztes Jahr galt oder was jemand erzählt, sondern auf das Schild und sein Zusatzzeichen. Dort steht, wer fahren darf und wann.
Wo dir das in der Stadt begegnet
Praktisch überall auf den Achsen durch die Innenstadt und die inneren Stadtteile — rund um Berliner Allee und Corneliusstraße genauso wie in Bilk, Flingern und auf der Luegallee in Oberkassel. Wer bei uns Fahrstunden nimmt, hat das Thema in der ersten Woche und nicht als Sonderkapitel am Ende.
In der Theorie steht der halbe Stoff dazu
Schienenverkehr, Haltestellen und Sonderspuren sind eigene Theoriethemen — worum es dort geht, lohnt sich vor der ersten Innenstadtstunde und nicht danach.
Welche Situationen in der Prüfung wiederkehren, steht unter Prüfstrecken — die Straßenbahn ist eine davon, und zwar zuverlässig.
Was du mitnimmst
Die Rheinbahn ist kein Sonderfall, sondern ständiger Mitbenutzer deiner Fahrbahn. Wer Schienen als glatte Fläche und Haltestellen als Fußgängerzonen liest, hat den größten Teil davon verstanden — der Rest steht auf den Schildern.
