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Fahrschule Fahrspass
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Klasse B197

Automatik prüfen.
Schalter fahren.

B197 ist kein eigener Führerschein, sondern Klasse B mit einer Sonderregelung: Du legst die praktische Prüfung auf Automatik ab und darfst danach trotzdem Schaltwagen fahren.

Der Unterschied zu Klasse B

Praktische Prüfung
Auf Automatik — kein Schalten, kein Kuppeln
Schaltstunden
Mindestens 10 Fahrstunden auf Schaltwagen während der Ausbildung
Testfahrt
15 Minuten auf Schaltwagen mit deinem Fahrlehrer, innerorts und außerorts — keine Prüfung
Danach
Volle Berechtigung für Schaltgetriebe und Automatik
Eintrag
Schlüsselzahl 197 im Führerschein
Theorie
Identisch mit Klasse B — 14 Themen, 30 Prüfungsfragen

Gut zu wissen

Die Schlüsselzahl 197 ist eine deutsche Regelung. Im Ausland wird sie nicht geprüft — du darfst dort mit diesem Führerschein ebenfalls Schaltwagen fahren.

B, B197 und B78 nebeneinander

Für die meisten ist B197 die ruhigere Wahl: Die zehn Schaltstunden fallen bei B78 später genauso an, nur zusätzlich zum Gang aufs Amt — und bis dahin steht die Beschränkung im Führerschein.
MerkmalKlasse BB197B78
Praktische PrüfungSchaltwagenAutomatikAutomatik
Fahrstundenalle auf SchaltwagenAutomatik plus mindestens 10 Stunden Schaltwagenalle auf Automatik
Testfahrt auf Schaltwagenentfällt15 Minuten mit dem Fahrlehrer, innerorts und außerortsentfällt
Eintrag im FührerscheinkeinerSchlüsselzahl 197Schlüsselzahl 78
Danach fahren darfst duSchaltung und AutomatikSchaltung und Automatiknur Automatik
Schaltung später freischaltennicht nötignicht nötig10 Schaltstunden, Testfahrt, Bescheinigung beim Straßenverkehrsamt

Voraussetzungen und Fristen

  • Mindestalter 18 Jahre, mit BF17 schon ab 17
  • Anmeldung ab 16 Jahren und 6 Monaten
  • Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs, biometrisches Passfoto
  • Antrag beim Straßenverkehrsamt: reichen wir am Tag deiner Anmeldung ein
  • 12 Pflicht-Sonderfahrten wie bei Klasse B
  • Probezeit 2 Jahre ab bestandener praktischer Prüfung

Wann sich B197 lohnt — und wann nicht

Die Entscheidung fällt nicht am Prüfungstag, sondern Jahre später: in dem Moment, in dem du in ein fremdes Auto steigst. Genau daran lässt sie sich auch treffen.

  • Du bist unsicher, ob dich das Schalten in der Prüfung stresst
  • Du willst später Mietwagen, Transporter oder das Auto der Eltern fahren
  • Du fährst heute Automatik, willst dir die Option aber offenhalten
  • Du brauchst den Führerschein für einen Job mit Firmenfahrzeug

Steht dagegen fest, dass du nie schalten wirst, sind die zehn Schaltstunden Aufwand für eine Berechtigung, die du nicht nutzt — dann ist die reine Automatik-Ausbildung der ehrlichere Weg.

Zwei Fälle, die oft verwechselt werden

Während der Ausbildung wird die 78 gar nicht erst eingetragen: zehn Schaltstunden, die Testfahrt, die Bescheinigung der Fahrschule — im Führerschein steht dann die 197. Steht die 78 schon drin, holst du dieselben zehn Stunden und dieselbe Testfahrt nach und legst die Bescheinigung beim Straßenverkehrsamt vor; die 78 wird gestrichen. Eine zweite praktische Prüfung verlangt das Gesetz dafür nicht (§ 17a FeV).

B197 in Düsseldorf

Die zehn Schaltstunden fahren wir dort, wo du ohnehin unterwegs bist: Stadtverkehr rund um die Oststraße, mehrspurige Straßen, Ampeln in Serie. Das ist Absicht — Kuppeln lernt sich leichter auf einer Kreuzung, die man schon dreißig Mal gefahren ist, als auf einer unbekannten. Der Rest der Ausbildung läuft wie bei Klasse B, inklusive der zwölf Sonderfahrten auf Landstraße, Autobahn und bei Dunkelheit.

Häufige Fragen zu B197

Für wen lohnt sich B197?

Für alle, die im Alltag Automatik fahren wollen, sich den Schaltwagen aber offenhalten möchten — nach B197 darfst du beides.

Die Prüfung auf Automatik ist für viele der ruhigere Weg: kein Abwürgen an der Kreuzung, kein Kuppeln in dem Moment, in dem der Prüfer eine Anweisung gibt. Der Kopf bleibt beim Verkehr statt beim Getriebe.

Steht dagegen fest, dass du nie schalten wirst, sind die zehn Schaltstunden Aufwand für eine Berechtigung, die du nicht nutzt. Dann ist die reine Automatik-Ausbildung nach B78 der ehrlichere Weg.

Was passiert, wenn die Schaltwagen-Testfahrt nicht klappt?

Dann übst du weiter und fährst sie noch einmal. Durchfallen im Sinne einer Prüfung kannst du dabei nicht.

Die Testfahrt ist keine TÜV-Prüfung, sondern eine 15-minütige Fahrt mit deinem eigenen Fahrlehrer, innerorts und außerorts. Er entscheidet, ob du den Schaltwagen sicher beherrschst, und stellt danach die Bescheinigung aus.

Es gibt dafür also keinen Prüfungstermin, keine Wartezeit auf einen Slot und keine Gebühr beim TÜV. Zusätzliche Übungsstunden auf dem Schaltwagen rechnen wir ganz normal wie jede andere Fahrstunde ab.

Kann ich B197 mit BF17 kombinieren?

Ja. BF17 und B197 schließen sich nicht aus — du fährst ab 17 mit Begleitperson und legst die Prüfung trotzdem auf Automatik ab.

BF17 ist eine Altersvariante, kein Getriebe. Sie regelt nur, ab wann und unter welchen Bedingungen du fahren darfst; worauf geprüft wird, ist davon unabhängig.

Im Führerschein landen dann beide Angaben: die Auflage für das begleitete Fahren und die Schlüsselzahl 197. Mit 18 fällt die Begleitauflage weg, die 197 bleibt.

Kann ich später von B auf B197 wechseln?

Hast du Klasse B auf dem Schaltwagen bestanden, brauchst du B197 gar nicht — du darfst bereits beides fahren.

Steht dagegen die Schlüsselzahl 78 in deinem Führerschein, holst du die zehn Schaltstunden und die Testfahrt nach. Mit der Bescheinigung streicht das Straßenverkehrsamt die 78 und trägt die 197 ein; eine zweite praktische Prüfung verlangt § 17a FeV dafür nicht.

Eine Frist gibt es trotzdem: Die Eintragung muss binnen eines Jahres nach Abschluss dieser Ausbildung erfolgen. Leg die Bescheinigung also nicht in die Schublade — der Gang zum Amt ist ein Vormittag.

Wie viele Schaltwagen-Stunden brauche ich?

Mindestens zehn Fahrstunden zu je 45 Minuten auf einem Schaltwagen, dazu am Ende die 15-minütige Testfahrt.

Alles andere fährst du auf Automatik: die übrigen Übungsstunden, die zwölf Sonderfahrten und die praktische Prüfung. Die zehn Schaltstunden kommen also obendrauf, sie ersetzen nichts.

Zehn ist das gesetzliche Minimum und keine Obergrenze. Wer nach der achten Stunde merkt, dass das Anfahren am Berg noch wackelt, hängt eine weitere dran. Wir fahren sie im Stadtverkehr rund um die Oststraße, wo eine Ampel auf die nächste folgt.

Ist die Schlüsselzahl 197 im Ausland ein Problem?

Nein. Mit B197 darfst du auch im Ausland Schaltwagen fahren.

Kontrolliert wird bei einem europäischen Führerschein, ob die Schlüsselzahl 78 eingetragen ist — sie steht für die Beschränkung auf Automatik. Bei B197 ist sie gerade nicht eingetragen, deine Klasse B ist also unbeschränkt.

Die 197 selbst ist eine nationale Schlüsselzahl und beschreibt nur, wie du ausgebildet wurdest. Am Mietwagenschalter im Urlaub zählt, was nicht drinsteht.

Kann ich mitten in der Ausbildung auf B197 umsteigen?

Ja, solange die praktische Prüfung noch nicht gelaufen ist.

Deine bereits gefahrenen Stunden zählen unabhängig vom Getriebe weiter, auch Sonderfahrten, die du auf dem Schaltwagen gemacht hast. Endgültig entschieden wird erst am Prüfungstag, weil dort feststeht, in welchem Auto du sitzt.

Im Büro hören wir das regelmäßig nach den ersten Fahrstunden: Das Schalten frisst so viel Aufmerksamkeit, dass für den Verkehr wenig übrig bleibt. Dann stellen wir um und schieben die zehn Schaltstunden ans Ende der Ausbildung.

Muss ich die Testfahrt beim TÜV machen?

Nein. Die Testfahrt läuft mit deinem eigenen Fahrlehrer, im gewohnten Wagen und auf gewohnten Straßen.

Sie dauert 15 Minuten und führt innerorts und außerorts. Kein Prüfer, kein Prüfungstermin, keine Anmeldung beim TÜV — es geht allein darum, ob du den Schaltwagen sicher bewegst.

Danach stellt dir die Fahrschule die Bescheinigung aus, mit der die 197 in den Führerschein kommt. Was die Testfahrt kostet, steht als eigener Posten aufgeschlüsselt auf unserer Preisseite.