Führerscheinklassen
Welche Klasse
passt zu dir?
Pkw auf Schaltgetriebe oder Automatik, begleitetes Fahren ab 17, Gespann mit Anhänger — wir bilden in sechs Klassen aus. Hier siehst du, was sie unterscheidet.
Pkw oder Anhänger
Vier Klassen drehen sich um den Pkw und unterscheiden sich nur im Getriebe und im Alter, zwei um den Anhänger. Die Entscheidung triffst du beim Erstgespräch — wir sagen dir ehrlich, was du wirklich brauchst.
- Klasse B — Ausbildung und Prüfung auf Schaltgetriebe
- Klasse B78 — Ausbildung und Prüfung nur auf Automatik
- Klasse B197 — Prüfung auf Automatik, Berechtigung für beides
- Klasse BF17 — begleitetes Fahren ab 17 Jahren
- Klasse BE — Anhänger über 750 kg, Gespann bis 7.000 kg
- Klasse B96 — Gespann bis 4.250 kg, ohne eigene Prüfung
Automatik, Schalter oder beides
Die drei Getriebe-Varianten sind der häufigste Grund für Rückfragen. Der Unterschied liegt nicht in der Prüfung, sondern in dem, was du danach fahren darfst.
- Klasse B
- Prüfung auf Schaltwagen. Danach Schalter und Automatik.
- Klasse B78
- Prüfung auf Automatik. Danach nur Automatik — Schlüsselzahl 78.
- Klasse B197
- Prüfung auf Automatik, dazu mindestens 10 Schaltstunden und eine interne Testfahrt. Danach beides.
- Klasse BF17
- Eine Altersvariante, kein eigenes Getriebe — kombinierbar mit B, B78 und B197.
Was in jeder Klasse gleich ist
- Anmeldung in der Fahrschule ab 16 Jahren und 6 Monaten
- Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und biometrisches Passfoto
- Antrag beim Straßenverkehrsamt: reichen wir am Tag deiner Anmeldung ein
- 14 Theoriethemen, Themen 13 und 14 sind Pflicht
- Theorie Mo, Mi, Do 18:30–20:00 · Sa 9:30–11:00 und 11:00–12:30
- Probezeit 2 Jahre ab bestandener praktischer Prüfung
Anhänger
Für BE und B96 brauchst du die Klasse B — entweder schon im Führerschein oder parallel bei uns erworben. Ob B96 für dein Gespann reicht, rechnen wir mit dir aus.
Mehr als die Klassen
Neben der regulären Ausbildung gibt es vier Wege, die sich an eine bestimmte Situation richten: den Intensivkurs, den Wechsel von einer anderen Fahrschule, die Auffrischung nach langer Pause und die Umschreibung eines ausländischen Führerscheins.
- Intensivkurs — Alles am Stück, ohne Leerlauf dazwischen.
- Fahrschulwechsel — Bisherige Stunden werden voll anerkannt.
- Auffrischung — Zurück auf die Straße, ohne Urteil.
- Umschreibung — Ausländischen Führerschein umschreiben.
Womit du anfängst
Zwei Fragen entscheiden fast alles. Beide lassen sich im Erstgespräch in zehn Minuten klären, und beide kosten nichts.
- Willst du nach der Prüfung jedes Auto fahren dürfen oder reicht dir Automatik?
- Bist du schon 18 oder willst du mit 17 anfangen?
- Hängt bei dir irgendwann ein Anhänger dran?
- Hast du schon einen Führerschein aus dem Ausland?
Aus der ersten Frage folgt Klasse B, B78 oder B197. Aus der zweiten, ob BF17 dazukommt — das ist unabhängig davon und lässt sich mit allen drei kombinieren. Die dritte führt zu B96 oder BE, aber erst nach Klasse B und erst ab 18. Die vierte führt womöglich gar nicht zu einer Ausbildung, sondern zu einer Umschreibung.
Falsch entscheiden geht kaum
Bis zur praktischen Prüfung lässt sich die Variante ändern, und deine bisherigen Stunden zählen unabhängig vom Getriebe weiter. Endgültig wird die Entscheidung erst am Prüfungstag.
Häufige Fragen zu den Klassen
Welche Klasse brauche ich für ein normales Auto?
Klasse B. Sie gilt für Pkw bis 3.500 kg zulässige Gesamtmasse und deckt damit alles ab, was im Alltag als normales Auto durchgeht.
Offen bleibt danach nur das Getriebe: Prüfung auf Schaltgetriebe, Prüfung auf Automatik mit Beschränkung (B78) oder Prüfung auf Automatik ohne Beschränkung (B197). Der Führerschein ist in allen drei Fällen Klasse B — unterschiedlich ist nur die Schlüsselzahl darin.
Einen Anhänger bis 750 kg darfst du mit Klasse B ohnehin ziehen, schwerere auch, solange das Gespann zusammen 3.500 kg nicht übersteigt. Erst darüber wird B96 oder BE ein Thema.
Kann ich die Variante später noch ändern?
Bis zur praktischen Prüfung ja, jederzeit — deine bisherigen Stunden zählen unabhängig vom Getriebe weiter.
Endgültig wird die Entscheidung erst am Prüfungstag, weil dort feststeht, auf welchem Fahrzeug du geprüft wirst. Wer mit Automatik anfängt und unterwegs merkt, dass der Schalter doch dazugehören soll, wechselt einfach auf B197.
Nach der Prüfung läuft es über die Schlüsselzahl: Eine 78 aus der Automatik-Ausbildung lässt sich mit zehn Schaltstunden, einer 15-minütigen Testfahrt und der Bescheinigung beim Straßenverkehrsamt streichen — eine zweite praktische Prüfung ist dafür nicht nötig.
Brauche ich für einen Anhänger eine eigene Klasse?
Bis 750 kg zulässige Gesamtmasse nicht — jeden Anhänger in dieser Größe ziehst du schon mit Klasse B.
Darüber entscheidet das Gewicht der Kombination aus Zugfahrzeug und Anhänger. Bis 3.500 kg reicht Klasse B weiterhin, bis 4.250 kg brauchst du B96, darüber BE mit einem Gespann bis 7.000 kg.
Welche Variante bei dir reicht, rechnen wir im Erstgespräch aus. Bring die Fahrzeugscheine von Auto und Anhänger mit, dann steht die Antwort in fünf Minuten statt nach dem dritten Forenbeitrag.
Ich habe schon eine Klasse aus dem Ausland.
Dann geht es bei dir womöglich um eine Umschreibung statt um eine komplette Ausbildung.
Ob und welche Prüfung dafür nötig ist, hängt am Ausstellungsland. EU- und EWR-Führerscheine werden in der Regel ohne Prüfung umgeschrieben; bei Ländern außerhalb der EU kommt meist eine praktische Prüfung dazu, je nach Land auch die theoretische.
Bring den Führerschein zum Erstgespräch mit, im Original und mit Übersetzung, falls du schon eine hast. Auf unserer Seite zur Umschreibung steht, wie der Weg über das Straßenverkehrsamt Düsseldorf läuft.
Was ist in jeder Klasse gleich?
Gleich sind die Anmeldung bei uns, der Antrag beim Straßenverkehrsamt und die Probezeit von zwei Jahren, die mit deiner ersten Fahrerlaubnis beginnt.
Bei den Pkw-Klassen B, B78, B197 und BF17 kommt der komplette Ausbildungsteil dazu: 14 Theoriethemen, die Theorieprüfung mit 30 Fragen und die zwölf Sonderfahrten. Unterschiedlich ist dort nur, worauf geprüft wird und was du danach fahren darfst.
Die beiden Anhängerklassen laufen anders. BE verlangt fünf Sonderfahrten mit Gespann und nur die praktische Prüfung, weil die Theorie aus Klasse B anerkannt wird. B96 hat gar keine Prüfung, sondern eine Fahrerschulung mit Teilnahmebescheinigung.
Alle Klassen
- Klasse BPkw · Schaltgetriebe · ab 17 (BF17) oder 18 Jahren.Ansehen
- Klasse B197Prüfung auf Automatik, volle Berechtigung für Schaltung.Ansehen
- Klasse BF17Begleitetes Fahren ab 17 — früher starten.Ansehen
- Klasse B78Nur Automatik — kein Schalten, kein Kuppeln.Ansehen
- Klasse BEPkw mit schwerem Anhänger über 750 kg.Ansehen
- Klasse B96Gespanne bis 4.250 kg — keine Prüfung nötig.Ansehen
- PreiseAlle Positionen einzeln aufgeschlüsselt.Ansehen
- B, B197, B78 oder BF17 — was passt zu dir?Vier Wege zum Pkw-Führerschein, und der Unterschied entscheidet, was du danach fahren darfst.Ansehen
- B197 oder B78: Was ist der Unterschied?Beide werden auf Automatik geprüft. Nur eine der beiden lässt dich danach auch Schaltwagen fahren.Ansehen
