Kurz beantwortet
Beide legen die praktische Prüfung auf Automatik ab. B78 trägt danach die Beschränkung auf Automatik im Führerschein; streichen lässt sie sich später mit zehn Schaltstunden und einer 15-minütigen Testfahrt. B197 verlangt genau diese zehn Stunden und diese Testfahrt gleich mit — und trägt danach keine Beschränkung ein: Du darfst Schaltgetriebe und Automatik fahren.
Die beiden werden ständig verwechselt, weil sie sich in der Prüfung gleich anfühlen. Der Unterschied liegt nicht am Prüfungstag, sondern in dem, was danach auf der Karte steht.
Was identisch ist
- Der Theorieunterricht — dieselben 14 Doppelstunden
- Die Theorieprüfung — dieselben 30 Fragen
- Die praktische Prüfung — auf Automatik, ohne Kupplung
- Die zwölf Sonderfahrten
- Das Mindestalter
Was B197 zusätzlich verlangt
Zehn Fahrstunden auf einem Schaltwagen während der Ausbildung und eine interne Testfahrt von 15 Minuten mit deinem Fahrlehrer. Kein Prüfer, keine Prüfungsgebühr, kein TÜV-Termin — dein Fahrlehrer bestätigt schriftlich, dass du den Schalter beherrschst. Was dabei verlangt wird, steht hier im Detail.
Was danach im Führerschein steht
Bei B78 die Schlüsselzahl 78 — sie bedeutet „nur Fahrzeuge mit automatischer Kraftübertragung“. Bei B197 die Schlüsselzahl 197, und die schränkt nichts ein: Sie dokumentiert nur, auf welchem Weg du zur vollen Berechtigung gekommen bist. Was diese Zahlen bedeuten, steht in einem eigenen Beitrag.
Wann B78 trotzdem die richtige Wahl ist
Wenn feststeht, dass du nie schalten wirst. Elektroautos sind ausnahmslos Automatik, der Anteil an Neuwagen mit Schaltgetriebe sinkt seit Jahren, und wer in der Stadt fährt, vermisst die Kupplung selten. Dann sind die zehn Schaltstunden Aufwand für eine Berechtigung, die du nicht nutzt.
Der Fall, der es entscheidet
Mietwagen im Urlaub, der Transporter beim Umzug, das Auto der Eltern, ein Job mit Firmenfahrzeug. Wer sich vorstellen kann, in den nächsten Jahren einmal in einem fremden Auto zu sitzen, fährt mit B197 besser — nachträglich lässt sich die 78 zwar noch streichen, aber erst nach zehn Schaltstunden, einer Testfahrt und einem Gang zum Straßenverkehrsamt.
Nachträglich wechseln
Von B78 zur uneingeschränkten Berechtigung kommst du später über denselben Nachweis, den B197 während der Ausbildung verlangt: zehn Fahrstunden auf dem Schaltwagen, eine 15-minütige Testfahrt, die Bescheinigung der Fahrschule beim Straßenverkehrsamt. Eine zweite praktische Prüfung verlangt das Gesetz dafür nicht (§ 17a FeV) — die 78 wird gestrichen, die 197 eingetragen, und zwar innerhalb eines Jahres nach Abschluss dieser Ausbildung. Anders liegt es nur, wenn die 78 aus gesundheitlichen Gründen im Führerschein steht: dann führt der Weg über eine praktische Prüfung.
Die Einzelheiten stehen auf den Seiten zu B197 und B78; was die jeweiligen Positionen kosten, auf der Preisseite.
