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17. September 2026 · 2 Min.

Autobahnfahrt: Was du in den vier Pflichtstunden lernst

Auffahren, Spur halten, Abfahren — und die eine Sache, die auf keiner anderen Straße geübt werden kann.

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Kurz beantwortet

Die Autobahnfahrt umfasst vier Unterrichtseinheiten und ist Teil der zwölf Sonderfahrten. Geübt werden Auffahren über den Beschleunigungsstreifen, Spurwahl, Abstand bei hohem Tempo, Überholen mit Rückschau, Verhalten bei Baustellen und Stau sowie das Abfahren. Sie ist unabhängig vom Können vorgeschrieben.

Autobahn klingt nach der anspruchsvollsten Sonderfahrt und ist es für die meisten nicht. Sie ist die geordnetste Straße, die es gibt: gleiche Richtung, keine Kreuzungen, keine Fußgänger. Was sie schwierig macht, ist etwas anderes — die Geschwindigkeit, mit der Entfernungen kleiner werden.

Der Beschleunigungsstreifen

Die erste Hürde und die, an der es am häufigsten hakt. Der Streifen ist zum Beschleunigen da, nicht zum Warten: Wer mit 60 an sein Ende rollt und dann in eine Lücke will, hat keine. Beschleunigen, Schulterblick, Lücke wählen, hinein — in dieser Reihenfolge und ohne Pause dazwischen.

Abstand bei Tempo, das man nicht spürt

Bei 120 km/h legt das Auto in einer Sekunde 33 Meter zurück. Der halbe Tacho in Metern — also 60 — ist der Richtwert, und er sieht auf der Autobahn nach viel zu viel aus, weil ringsum alle enger fahren. Genau deshalb wird er in diesen vier Stunden geübt und nicht erklärt.

Was auf der A46 regelmäßig passiert

Beim ersten Überholen bleiben viele auf der linken Spur, obwohl rechts längst frei ist — nicht aus Absicht, sondern weil der Blick nach vorne klebt und der rechte Spiegel für einen Moment aufhört zu existieren. Wir sagen dann nichts und warten, ob es von selbst kommt. Bei den meisten kommt es beim dritten oder vierten Mal, und ab da bleibt es.

Was sonst noch drankommt

  • Baustellen: schmale Spuren, versetzte Führung, und warum der Blick weiter nach vorne muss statt auf die Leitplanke
  • Stau: rechtzeitiges Erkennen, Warnblinker, Rettungsgasse
  • Rastplatz und Ausfahrt: Verzögern erst auf dem Ausfädelungsstreifen, nicht davor
  • Nässe und Aquaplaning, wenn das Wetter mitspielt — was es in Düsseldorf oft tut

Warum das nirgends sonst geht

Es gibt keine Landstraße, auf der man das Einfädeln bei Tempo 100 üben könnte, und keinen Übungsplatz mit Beschleunigungsstreifen. Das ist der Grund, warum die Autobahnstunden Pflicht sind und nicht nach Bedarf vergeben werden.

Rund um Düsseldorf stehen A46, A52, A57 und A3 zur Verfügung — vier sehr unterschiedliche Autobahnen, was für diese Stunden ein Vorteil ist. Die zwölf Sonderfahrten im Überblick stehen separat, die Sätze auf der Preisseite.

Was du mitnimmst

Auf der Autobahn wird nicht schnelles Fahren geübt, sondern früher Blick. Alles, was dort schiefgeht, geht schief, weil jemand zu spät hingesehen hat — und die vier Stunden existieren, damit das erste Mal nicht allein passiert.