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Fahrschule Fahrspass
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10. August 2026 · 2 Min.

Wie viele Sonderfahrten brauchst du für Klasse B?

Zwölf, und sie sind gesetzlich festgelegt — welche das sind und warum niemand sie dir erlassen kann.

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Kurz beantwortet

Zwölf: fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten und drei Fahrten bei Dunkelheit, jede 45 Minuten. Diese Zahl steht in der Fahrschüler-Ausbildungsordnung und gilt für jede Fahrschule in Deutschland. Sie hängt nicht von deinem Können ab — auch wer sicher fährt, absolviert alle zwölf.

„Kann ich die nicht abkürzen, ich fahr doch schon ganz gut?“ — nein, und das ist ausnahmsweise eine gute Nachricht. Die Sonderfahrten sind der einzige Teil deiner Ausbildung, bei dem der Umfang von vornherein feststeht. Alles andere hängt von deinem Fortschritt ab, diese zwölf nicht.

Die zwölf im Einzelnen

  • 5 × Überlandfahrt — Landstraße außerhalb geschlossener Ortschaften
  • 4 × Autobahnfahrt — Auffahren, Spurwechsel, Abstand bei hohem Tempo
  • 3 × Fahrt bei Dunkelheit — nach Einbruch der Dämmerung

Jede zählt als eine Unterrichtseinheit von 45 Minuten. In der Praxis werden Überland- und Autobahnfahrten fast immer als Doppelstunde gefahren, weil man in 45 Minuten aus Düsseldorf heraus, auf die Autobahn und wieder zurück kaum sinnvoll kommt. Die Zählung bleibt davon unberührt: zwei Einheiten am Stück sind zwei von zwölf.

Warum ausgerechnet diese drei

Weil es die drei Situationen sind, die man im Stadtverkehr nie übt und im Ernstfall trotzdem beherrschen muss. Auf der Landstraße entscheidet der Gegenverkehr über jedes Überholmanöver. Auf der Autobahn verschiebt sich dein gesamtes Zeitgefühl — bei 120 km/h ist der Abstand, der sich richtig anfühlt, meistens zu klein. Und bei Nacht siehst du schlicht weniger, während dich Scheinwerfer zusätzlich blenden.

Wer diese drei Dinge zum ersten Mal allein erlebt, erlebt sie ohne jemanden auf dem Beifahrersitz, der eingreifen kann. Genau das soll die Regelung verhindern.

Wann sie drankommen

Am Ende, nicht am Anfang. Die Sonderfahrten setzen voraus, dass du das Fahrzeug beherrschst und im Stadtverkehr sicher unterwegs bist — sonst lernst du auf der Autobahn nichts, sondern hältst dich nur fest. Wir planen sie deshalb erst, wenn deine Übungsstunden so weit sind, und legen sie so, dass die Nachtfahrten in die dunkle Jahreszeit oder in den späten Abend fallen.

Im Sommer

Im Juni wird es in Düsseldorf erst gegen 22 Uhr richtig dunkel. Deine Nachtfahrten liegen dann spät — das ist normal und lässt sich nicht vorziehen, weil „Dämmerung“ hier eine echte Bedingung ist und keine Uhrzeit.

Was das für deine Planung heißt

Zwölf Pflichtfahrten sind das Minimum an Praxis, das du auf jeden Fall haben wirst. Dazu kommen die Übungsstunden, deren Zahl sich nach deinem Fortschritt richtet und die niemand seriös vorher nennen kann. Wie sich beides zusammensetzt und was es kostet, steht auf der Preisseite — dort ist jede Position einzeln aufgeschlüsselt.

Ob du die Sonderfahrten auf Schaltgetriebe oder auf Automatik fährst, entscheidet deine Klasse: bei Klasse B auf dem Schalter, bei B78 und B197 auf Automatik. Die Anzahl bleibt in allen Fällen dieselbe.