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29. September 2026 · 2 Min.

Nachtfahrt: Was als Dunkelheit zählt — und was du dann übst

Drei Pflichtstunden bei Dunkelheit oder Dämmerung. Im Juni heißt das 22 Uhr, im Dezember halb fünf — und das ändert die Terminplanung mehr, als man denkt.

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Kurz beantwortet

Drei der zwölf Sonderfahrten müssen bei Dunkelheit oder Dämmerung stattfinden. Geübt werden Sehen und Gesehenwerden: Lichtnutzung, Blendung durch Gegenverkehr, Entfernungen einschätzen ohne Tageslicht, unbeleuchtete Straßen und das Erkennen von Fußgängern und Radfahrern. Ein Teil davon findet außerorts statt.

Die Nachtfahrt ist die Sonderfahrt, die am meisten unterschätzt wird — und die einzige, deren Terminierung von der Jahreszeit abhängt.

Wann es dunkel genug ist

Maßgeblich ist die tatsächliche Lichtsituation, nicht die Uhrzeit. Dämmerung reicht aus. Praktisch heißt das: Im Hochsommer beginnt eine Nachtfahrt in Düsseldorf frühestens gegen 22 Uhr, im November oder Dezember schon am späten Nachmittag. Das ist der Grund, warum diese drei Stunden im Winter mühelos zu bekommen sind und im Juni Planung brauchen.

Die Terminfrage, die im Mai anfängt

Wer im Frühjahr anfängt, kommt oft genau dann bei den Sonderfahrten an, wenn die Nächte am kürzesten sind — und wundert sich, warum ausgerechnet die letzten drei Stunden dauern. Wir sprechen das inzwischen von uns aus an, sobald die Grundausbildung dem Ende zugeht: Nachtfahrten früh einplanen, den Rest drumherum legen. Umgekehrt ist es einfacher, als es klingt.

Was bei Dunkelheit anders ist

  • Entfernungen: Ohne Umgebungsdetail schätzt das Auge Abstände systematisch falsch — meist zu groß
  • Geschwindigkeit fühlt sich langsamer an, als sie ist. Die Regel lautet, nicht schneller zu fahren, als die Scheinwerfer reichen
  • Blendung: wegsehen zum rechten Fahrbahnrand, nicht in das Licht
  • Fernlicht: konsequent benutzen, wo es erlaubt ist — und rechtzeitig abblenden
  • Fußgänger und Radfahrer in dunkler Kleidung, für die Düsseldorfs Nebenstraßen im Winter ein Dauerthema sind

Warum nicht nur in der Stadt

Weil beleuchtete Straßen genau das wegnehmen, worum es geht. Ein Teil der Nachtfahrt findet deshalb außerorts statt, auf Strecken ohne Straßenbeleuchtung — dort, wo tatsächlich nur die eigenen Scheinwerfer entscheiden, wie weit man sieht.

Brille, Kontaktlinsen, Nachtsicht

Wenn dir nachts auffällt, dass Lichter Höfe bekommen oder Schilder später scharf werden, sag es uns und lass es beim Optiker prüfen. Das ist häufig und gut korrigierbar — und es ist ein Punkt, an dem der Sehtest allein nicht alles abbildet.

Die Aufteilung aller zwölf Sonderfahrten steht in einem eigenen Beitrag, die Sätze auf der Preisseite.

Was du mitnimmst

Nachtfahrten sind keine Formalität am Ende der Ausbildung, sondern die einzigen Stunden, in denen du lernst, wie weit du wirklich siehst. Wer im Frühjahr anfängt, sollte sie früh einplanen — sonst bestimmt der Sonnenuntergang deinen Prüfungstermin.