Kurz beantwortet
Für die meisten Inhalte ist die Doppelstunde effizienter: Von 45 Minuten gehen Abholen, Fahrzeugeinstellung und der Weg aus dem Stadtverkehr ab, sodass wenig Übungszeit übrig bleibt. Einzelstunden eignen sich am Anfang und für eng umgrenzte Themen. Sonderfahrten werden praktisch immer als Doppelstunde gefahren.
„Eine Fahrstunde“ meint eine Unterrichtseinheit von 45 Minuten — warum das so gerechnet wird, steht separat. Die praktisch interessantere Frage ist, wie viele davon man am Stück fahren sollte.
Was von 45 Minuten übrig bleibt
Treffpunkt, Sitz und Spiegel einstellen, kurz besprechen, was ansteht: das sind schnell fünf Minuten. Dann der Weg aus dem dichten Bereich heraus dorthin, wo das Thema der Stunde überhaupt geübt werden kann, und am Ende derselbe Weg zurück. Wer in Bilk startet und Kreisverkehre üben will, verbringt einen erheblichen Teil der Einheit mit Anfahrt.
Wann eine Einzelstunde sinnvoll ist
- In den ersten Stunden, solange Konzentration die knappere Ressource ist als Zeit
- Für ein klar umgrenztes Thema direkt vor der Haustür — Einparken, Anfahren am Berg
- Wenn zwischen Schule oder Schicht nur ein kurzes Fenster liegt und die Alternative wäre, gar nicht zu fahren
Wann die Doppelstunde klar gewinnt
- Alle Sonderfahrten — Autobahn und Überland sind einzeln praktisch nicht sinnvoll zu fahren
- Wenn ein Thema Wiederholung braucht: dreimal dieselbe Kreuzung hintereinander wirkt anders als einmal pro Woche
- Vor der Prüfung, weil die Prüfungsfahrt selbst 55 Minuten am Stück dauert
In der zweiten Einheit einer Doppelstunde wird es meistens erst gut. Die erste geht für Ankommen und Wiederholung drauf, und dann sitzt plötzlich, was letzte Woche noch wackelte. Wer nur Einzelstunden fährt, hört fast immer genau an dieser Stelle auf — und fängt beim nächsten Mal wieder eine Stufe darunter an.
Was die Ausdauer angeht
Ganz am Anfang sind 90 Minuten für viele zu lang, und das ist kein schlechtes Zeichen. Wir fangen dann mit Einzelstunden an und gehen über, sobald die Konzentration trägt. Diese Umstellung kommt bei fast allen von selbst, meist nach wenigen Terminen.
Abgerechnet wird immer nach Unterrichtseinheiten — eine Doppelstunde ist zwei davon, keine Pauschale. Die Sätze stehen auf der Preisseite.
Was du mitnimmst
Doppelstunden sind nicht teurer, sondern nur zwei Einheiten statt einer — und liefern in der Regel deutlich mehr als das Doppelte an tatsächlicher Übung. Die Ausnahme ist der Anfang: solange Konzentration vor Zeit knapp ist, ist die kurze Stunde die bessere.
